Häufig gestellte Fragen zum Thema Bleaching

Wie lange hält die Bleichwirkung an?
Die Erfahrungen sind hier sehr unterschiedlich und schwanken zwischen lediglich Jahresfrist bis zu 10 Jahren. Es ist bisher leider noch nicht möglich, hierüber eine Voraussage abzugeben, da der Zusammenhang zwischen Langzeiteffekt der Bleichwirkung und möglichen Gegebenheiten als Ursachen hierfür nicht vollends geklärt sind.

Bricht ein gebleichter Zahn eher als ein nicht gebleichter?
Nein! Es gibt zwar Studien, die von einer Beeinflussung der Zahnschmelzstruktur berichten, doch konnte in bisher keiner klinischen Studie, die die üblichen, geringen Bleichmittelkonzentrationen verwendete, ein negativer Einfluss einer konventionellen Bleichtherapie auf die klinische Stabilität der Zähne gefunden werden.


Wie lange hat man denn mit derartigen Bleichbehandlungen schon Erfahrung? Das ist doch etwas ganz Neues?

Die Bleichtherapie mit Tiefziehschienen wird mit niedrigen Bleichmittelkonzentrationen von 10-15 % seit über 15 Jahren erfolgreich durchgeführt. Die Effektivität und Sicherheit ist in hunderten von Studien nachgewiesen und belegt. Es handelt sich damit um eine sichere Therapie!

Muss ich während des Tragens der Bleichmitteleinlage besonders vorsichtig sein?

Sie sollten während der Bleichtherapie auf den Genuss von stark färbenden Lebens- und Genussmitteln möglichst verzichten.

Funktioniert das Bleichen immer?
Das Aufhellen der Zähne gelingt in ca. 90 % aller Fälle zur vollsten Zufriedenheit des Patienten. Die genaue Ursache warum es bei ca. 10 % der Fälle nicht zu dem gewünschten Aufhellergebnis kommt, ist nicht genau bekannt.

Kann man den Zahn erneut bleichen, falls er sich eventuell wieder verfärben würde?
Dies kann man durchaus tun, es kann nur sein, dass eventuell eine neue Schiene angefertigt werden muss.

Kann es passieren, dass der Zahn zu hell wird?
Dies ist theoretisch möglich, passiert aber eher nicht, da Sie bei Feststellen eines leichten Überbleichens entsprechend frühzeitiger selbst die Behandlung abbrechen können.

Es ist anschließend eine Füllungstherapie vorgesehen; kann dies sofort nach entfernen der Bleichmitteleinlage geschehen?
Es sollten mindestens 1-2 Wochen Zeit verstreichen, in denen der Zahn keine Bleichmitteleinlage trägt, damit er von restlichen Bleichmittelbestandteilen „ausdampfen“ kann. Die definitive Füllungstherapie sollte erst ca. 4 Wochen nach Abschluss der Bleichtherapie erfolgen, wenn es auf eine exakte Farbanpassung an die Zahnhartsubstanz ankommt. In den ersten 4 Wochen nach der Bleichbehandlung dunkelt der Zahn immer noch mal etwas nach, sodass dann die Füllung gegebenenfalls etwas zu hell erscheinen könnte.

Werden die Kosten für die Bleichbehandlung von der Krankenkasse übernommen?

Da es sich bei der Aufhellung von Zähnen um eine rein ästhetisch-kosmetische Behandlungsmaßnahme handelt, werden die Kosten hierfür weder von der privaten noch von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Ist die Bleichbehandlung mit Risiken verbunden?
Es existieren keine Studien, die eine tatsächliche toxische Wirkung in der bei der Bleichtherapie verwendeten Dosierungen und Mengen nachweisen.
In der Literatur werden in unterschiedlichen Untersuchungen, die vornehmlich an Versuchstieren durchgeführt worden sind, histologisch nachweisbare Pulpareizungen festgestellt. Es zeigte sich allerdings, dass die gefundenen Pulpaveränderungen reversibel waren. Die insbesondere in der “Offfice-Bleaching”-Therapie oftmals eingesetzten Bleichlampen können allerdings zu einer Erhöhung der Penetrationsfähigkeit von H2O2 führen und somit die bereits beschriebenen Irritationen verstärken.
Berücksichtigt man die in der Schiene enthaltenen Bleichmittelmengen von 500 mg – 900 mg 10% igem Carbamidperoxid-Bleichgel, so kann mit einem Sicherheitsfaktor von 100-200 bis zum Auftreten von im Tierversuch nachweisbaren Nebenwirkungen gerechnet werden. Bei dieser Sicherheitsberechnung wurde sogar ein Verschlucken des gesamten Trayinhaltes zugrunde gelegt, was an sich klinisch irrelevant ist. Die angegebenen Tray-Befüllungsmengen beziehen sich auf die vom Zahnarzt individuell dem Patienten angepassten Schienen; Universaltrays, die den in US-amerikanischen Supermärkten erhältlichen Bleichmitteln, die im Prinzip auch Carbamidperoxid in etwas geringeren, aber vergleichbaren Dosierungen enthalten, beigelegt sind, nehmen hierbei wesentlich mehr Bleichgel auf, das dann auch in einem unproportional größerem Ausmaß verschluckt werden kann. Gerade die Universaltrays, die nicht dem individuellem Gingivalsaum angepasst werden können bergen ein Risiko. Aus diesem Grunde sind zur Maximierung der Anwendungssicherheit die Universaltrays rundum abzulehnen.
Werden hingegen qualitativ hochwertige, individuell angepasste Tiefziehschienen als Bleichmitteltrays verwendet, ist die häusliche Anwendung Carbamidperoxid-haltiger Bleichmittel durch den Patienten generell als sicher und unbedenklich zu bezeichnen. Eine Bleichbehandlung sollte jedoch ausschließlich unter Kontrolle des Zahnarztes durchzuführen. Nur so können Komplikation weitgehend ausgeschlossen werden.


Was ist von den „Schnellbleichverfahren“ zu halten, bei denen der Zahn in einer Sitzung in der Praxis aufgehellt wird?
Relativ wenig. Da für ein so schnelles Bleichergebnis deutlich höhere Konzentrationen Bleichmittel verwendet werden müssen (um 30%iges Wasserstoffsuperoxid), steigt somit das Nebenwirkungsrisiko unverhältnismäßig an. Da noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte, dass diese Schnellbleichverfahren gefahrlos sind und nicht mehr Nebenwirkungen verursachen, als das langsame Bleichen mit geringeren Konzentrationen, sollte dem langsameren Bleichverfahren bei einer derartigen, rein ästhetisch-kosmetischen Behandlungsindikation der Vorzug gegeben werden.

Wie sieht es bei Jugendlichen aus? Können in dem Alter auch bereits Zähne gebleicht werden?

Generell sollten vitale, d.h. nicht wurzeltote Zähne nicht vor dem 20. Lebensjahr gebleicht werden. Falls eine Bleichbehandlung bei jugendlichen Zähnen doch vorgenommen werden soll, sollte diese aufgrund der noch weiten Dentinkanälchen, eher mit kürzeren Einwirkzeiten, niedrigeren Konzentrationen und ohne die Verwendung von Bleichlampen durchgeführt werden.

Ich habe eh etwas empfindliche Zähne; kann ich da trotzdem Bleichen?

Bei empfindlichen, sog. hypersensiblen Zähnen besteht die Gefahr einer Verschlechterung des Beschwerdebildes. In diesen Fällen ist die Indikationsstellung zur Bleichbehandlung eher kritisch zu prüfen oder vor der Bleichbehandlung die Hypersensibilität zu behandeln. Generell sollte auch kein Bleichmittel über einen längeren Zeitraum Kontakt zu freiliegenden Zahnhälsen haben.

Ich habe eine Frontzahnkrone und einige Schneidezahnfüllungen, werden die auch heller?

Nein! Zahnfarbene Kronen und Kompositfüllungen werden nicht heller. Es muss davon ausgegangen werden, dass diese nach erfolgreicher Bleichtherapie nicht mehr farblich passen und eventuell ausgetauscht werden müssen. Dies sollte hinsichtlich der rein ästhetisch-kosmetischen Bleichbehandlung sehr gut überdacht werden, zudem die Kosten der Neuanfertigung von Zahnersatz (Kronen) bzw. Füllungen dann nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst werden können, da der Austausch dann aus rein ästhetischen Gründen erfolgen würde!

Welche Alternative gibt es noch zur Bleichbehandlung?
Neben der Bleichbehandlung steht noch die Kronenversorgung bzw. die Verblendschale. Kronen verwendet man eher dann, wenn der Zahn größere Defekte oder zahlreiche bzw. große Füllungen aufweist. Verblendschalen haben den Vorteil, dass sie gleichzeitig noch Zahnhartsubstanzdefekte reparieren oder kaschieren können, bzw. auch die Zahnform und -stellung optisch verändern können. Sind an dem Zahn keine weiteren oder nur sehr kleine Füllungen vorhanden, ist die Bleichbehandlung eine gute zahnsubstanzschonende Alternative zur Kronen- oder Verblendschalenversorgung.

Es gibt doch noch Aufklebefolien für die Zähne, funktioniert diese Therapieart?

In diesen Klebestreifen befindet sich ein Bleichmittel, das mit dem in dem Bleichgel zur Tiefziehschienenbleichung enthaltenem vergleichbar ist. Die Bleichwirkung ist vergleichbar. Allerdings sind relativ geschickte Finger erforderlich, um sich selbst diese Klebestreifen auf die Zähne zu kleben. Zudem funktioniert dieses Verfahren nur, wenn ein regelmäßiger Zahnbogen vorhanden ist, bei dem kein Zahn vor- oder zurücksteht, da dann der Klebestreifen mit dem Bleichmittel nicht an den Zahn herankommt.
 
 



Kontakt

Sie erreichen uns unter:

+43 (0) 5576 74257

falls sie uns telefonisch nicht erreichen, kontaktieren sie uns bitte per mail unter office@vilident.com oder

nutzen direkt über unser Kontaktformular.

telefonisch erreichen sie uns

von  Mo-Do 09-16 Uhr

        Fr 11- 13 Uhr

 

Auf dieser Seite informieren wir Sie regelmäßig über die Neuigkeiten.

 

Zahnärztlichen Notdienst finden sie unter 

www.zahnaerztekammer.at

 

 

 

 

 

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Dr. Veronika Vilimek