Entstehung der Karies

 
 
 
Ein Zahn besteht aus einer Zahnkrone und den Zahnwurzeln. Die Zahnkrone ragt in die Mundhöhle hinein und dient der Kaufunktion. Sie besteht aus verschiedenen, aufeinander folgenden Schichten. Die oberste Schicht ist der Zahnschmelz, der den Zahn wie eine Art Schutzlack überzieht. Dem Zahnschmelz folgt das Zahnbein, auch Dentin genannt. Das Dentin umgibt das Zahnmark (Pulpa).

Schmelz
Der Schmelz ist die härteste Substanz, die der Körper bildet. Er besteht hauptsächlich aus Hydroxylapatitkristallen in sechseckiger Prismenform. Da er fast keine lebenden Zellen enthält, kann keine Regeneration erfolgen.

Dentin

Das Dentin besteht zu 20 bis 30% aus organischen Anteilen und zu 70 bis 80% ebenfalls aus Hydroxylapatitkristallen. Es kann neu gebildet werden. Das Zahnbein wird von vielen kleinen Kanälen durchzogen, die Dentinkanälchen genannt werden. Sie verlaufen vom Zahnmark bis zur Grenze zwischen Schmelz und Dentin.

Zahnmark
Das Zahnmark enthält neben Nervausläufern auch Gefäße. Es versorgt die Zellen des Dentins und ist für Schmerzempfindungen verantwortlich.

White Spots
In der Mundhöhle befinden sich viele Mikroorganismen, die sich auch im Zahnbelag befinden. Bekommen diese Mikroorganismen Nährstoffe zugeführt, bilden sie als Abbauprodukt Milchsäure. Die Milchsäure greift den Zahnschmelz an. Es werden Kalzium- und Phophat-Ionen aus der Kristallstruktur des Schmelzes herausgelöst. In dieser ersten Phase der Kariesentstehung sind weißliche Flecken im Zahnschmelz zu erkennen. Die Zahnschädigung ist zu diesem Zeitpunkt nur auf den Zahnschmelz begrenzt. Durch entsprechende Fluoridierungsmaßnahmen kann eine „Rückmineralisation“ des Schmelzes erfolgen.

 
Schmelzkaries
Bleibt ein „weißer Fleck“ unbehandelt, schreitet die Entmineralisation des Schmelzes immer weiter fort. Die Mikroorganismen produzieren weitere Milchsäure und der Schmelz wird poröser. Nun dringen die Mikroorganismen in den Schmelz ein und die Schädigung breitet sich in die Tiefe aus. Diese Schädigungen sind nur mit einer Behandlung durch den Zahnarzt zu reparieren.

Schmelz-Dentin-Karies
Wenn die Schädigung vom Schmelz bis zum Zahnbein reicht, spricht man von einer Schmelz-Dentin-Karies. Durch die zahlreich vorhandenen Dentinkanälchen können die Mikroorganismen bis zum Zahnmark vordringen. Der Zahn reagiert auf äußere Reize. Diese Reaktionen sind ein Warnsignal für den Patienten. Es muss dringend eine Behandlung durchgeführt werden, um eine Ausbreitung bis zum Zahnmark zu verhindern. Sobald die Schmelzoberfläche geschädigt ist und eine erhebliche Schmelzaushöhlung vorhanden, kann der Schmelz bei Belastung einbrechen. Dann ist ein deutliches „Loch“ zu sehen. Hier bleiben Speisereste hängen, die den Mikroorganismen weitere Nährstoffe liefern.

Zahnmarkschädigung
Zügig können die Mikroorganismen durch die Dentinkanälchen bis zum Zahnmark vordringen und weitere Schäden verursachen. Das Zahnmarkgewebe reagiert mit einer Entzündung. Mirkoorganismen dringen durch den Wurzelkanal bis in die Region der Wurzelspitze. Dort kommt es zur Knochenschädigung. Ist das Zahnmark erkrankt, muss eine sogenannte Wurzelkanalbehandlung durchgeführt werden.



Häufige Fragen zur Kariesentstehung

Wie entsteht Karies?
Es gibt vier Faktoren die bei der Kariesentstehung eine Rolle spielen. Dazu zählen:
  1. der Zahn, an dem eine Reaktion stattfinden kann,
  2. Mikroorganismen, die Milchsäure produzieren,
  3. Nahrung, die durch enthaltene Kohlenhydrate die Mikroorganismen ernährt,
  4. Zeit, in der die vorhandenen Mikroorganismen die gebotenen Kohlenhydrate zu Milchsäure verarbeiten können und diese auf den Zahn einwirken kann.
Sind diese Faktoren gleichzeitig vorhanden, kann Karies entstehen.

Warum habe ich Karies, obwohl ich meine Zähne putze?
Die Zähne haben eine vielgestaltige Form und nicht alle Bereiche sind beim Bürsten leicht zugänglich. Erreichen Sie eine Stelle des Zahnes nicht mit der Zahnbürste, verbleiben dort Zahnbeläge, die Säure produzierende Mikroorganismen enthalten. Die Folge ist Karies. Um alle Stellen der Zähne gründlich zu reinigen, ist etwas Übung notwendig. Hilfreich ist dabei eine regelmäßige Kontrolle der Putztechnik durch den Zahnarzt oder seine entsprechend ausgebildete Fachkraft.


Ist Karies vererbbar?
Vererbbar sind lediglich die Zahnform und Zahnstellungen.

Wie kann ich Karies vermeiden?
Der Kariesvermeidung dient eine ausgewogene Ernährung unter Berücksichtigung von Kohlenhydraten, Zucker und Konsistenz der Nahrung. Klebrige und „süße“ Speisen zählen zu den Karies fördernden Nahrungsbestandteilen. Diese sollten weitgehend vermieden werden. Vorbeugende Maßnahmen sind der regelmäßige Zahnarztbesuch (2 x jährlich), um eventuelle Zahnschäden rechtzeitig zu erkennen, und eine gründliche sowie systematische Zahnreinigung (mindestens 2 x täglich nach den Mahlzeiten, Verwendung von Zahnseide). Als weitere Möglichkeit der Kariesprophylaxe dient die Fluoridierung oder Fissurenversiegelung.



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